DEMOKRATIE
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MENSCHENWÜRDE
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CHG Kontakt: CHGcottbus@yahoo.de |
Die Cottbuser Häftlingsgemeinschaft
(CHG) ist ein Interessenverband ehemaliger politischer Verfolgter aus dem Zuchthaus
Cottbus.
Sie ist Träger der politischen Bildung zur Stabilisierung der Demokratie,
Freiheit und Menschenwürde in Deutschland.
Die Gebäude des Zuchthauses und später der DDR-Strafvollzugseinrichtung Cottbus
sollen demnächst erworben werden durch den Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.,
um dort eine Gedenkstätte und ein Tagungszentrum einzurichten.
| Buchempfehlungen zur StVE Cottbus |
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Das Buch schildert, wie sich Menschen unter extremem Druck verhalten. Es liefert Innenansichten der untergegangenen DDR und ihrer Zuchthäuser. Der Autor erinnert daran, daß die Aufarbeitung dieses Kapitels deutscher Geschichte noch nicht abgeschlossen ist. |
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Bestellungslink bei Buchhandlung89.de
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Veranstaltungen im Jahr 2010 um die ehemalige politische Haftanstalt Cottbus
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| Geschäftsführer S. Faust begrüßt ehemalige Häftlinge | Dr. K.-H. Bomberg singt von der Hoffnung in Haft |
verschweisste Fenster der Entgratungshalle Pentacon |
5. Cottbuser Häftlingstreffen am 30. Juni 2010
im Menschenrechtzentrum Cottbus, Bautzener Straße 139
13 Uhr: Besichtigungsmöglichkeiten der Ausstellung im Menschenrechtszentrum und des ehemaligen Zuchthauses. Dieses liegt inzwischen auf Privatgelände. Die Begehung geschah auf eigene Gefahr.
15 Uhr: Kaffetrinken im Oberstübchen des Menschenrechtszentrums
16 Uhr: Vortrag und Chansons zum Thema von Dr. med. Karl-Heinz Bomberg:
„Unsichtbare Wunden – Spätfolgen politischer Repression in der DDR“Der Vortrag beschrieb die krankmachenden Folgen der SED-Diktatur. Neben 250.000 politischen Gefangenen, von denen über ein Drittel Traumafolgeschäden aufweisen, gab es so genannte nicht strafrechtliche Repressionen durch flächendeckende Bespitzelung und erheblichen Eingriffen in die persönlichen Belange der Betroffenen. Hier stehen berufliche Benachteiligungen mit zum Teil massiven Brüchen in den Lebensläufen an erster Stelle. Die Zahl der operativen Vorgänge und Personenkontrollen wird auf mindestens 500 000 geschätzt. Weiterhin geht es um die psychologischen Prozesse, die in Extremsituationen wie Haft und permanenter Verfolgung ablaufen und sich daraus ableitende Behandlungsmöglichkeiten. Hierbei ist es wiederum wichtig, ein differenziertes DDR-Bild zu vermitteln. Die positiven Seiten dieser Zeit sind bedeutend für die Ressourcenarbeit in der Therapie und ermöglichen einen Zugang zu blockierten Trauerprozessen.
Dr. med. Bomberg, im OV „Sänger“ selbst Betroffener der DDR-Repression, beschloss den Vortrag mit ausgewählten Lied- und Textbeispielen aus seiner neuen CD: „Wenn sich der Untergrund bewegt“ (mehr hier)
| Besuch der LStU Brandenburg Ulrike Poppe in Cottbus | Häftlinge in der Ausstellung des MR-Zentrum Cottbus |
Besteck politischer Häftlinge im Zuchthaus Cottbus |
4. Cottbuser Häftlingstreffen-Treffen am 01. April 2010
Das Zuchthaus Cottbus wurde am 1. April 150 Jahre alt. Deshalb fand das 4. Cottbus-Treffen ehemaliger politischer Häftlinge des Zuchthauses diesmal am Gründonnerstag vor Ostern statt. Es versammelten sich ca. 150 Teilnehmer.
Die neue Brandenburger „Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur“ Ulrike Poppe stand an diesem Tag Rede und Antwort zur neugeschaffenen Behörde in Potsdam. Betroffene konnten Unterlagen zu ungelösten Rehabililitierungsproblemen im Land Brandenburg mitzubringen, um sich vor Ort beraten zu lassen.
Auch stand das seit über zwei Jahren einem privaten Investor gehörende Gefängnis wieder einige Stunden offen. Der Verein Menschenrechtszentrum Cottbus bot dort Führungen durch Zeitzeugen an, zudem ließ sich in dem vor der Schleuse stehenden Vereinsgebäude auch neue Räume in der vorläufigen Ausstellung besichtigen.
Der Journalist Dr. Tomas Kittan, einst in Cottbus aufgewachsen, stellte seine Broschüre „Das Zuchthaus Cottbus“ vor, die 2010 in zweiter erweiterter Auflage erschien und für 19,95 € dort direkt gekauft werden konnte. Über die Geschichte des Zuchthauses hielt Dr. Kittan außerdem einen halbstündigen Vortrag. Die Brandenburger Ministerin Dr. Martina Münch versicherte ihre Unterstützung in dem Vorhaben, die Menschenrechtsverletzungen an politischen Häftlingen in der Strafvollzugseinrichtung Cottbus nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Der Vereinsvorsitzende des Menschenrechtszentrums MdL Dieter Dombrowski (Generalsekretär der CDU im Land Brandenburg), beschrieb seine Vorstellungen zur Entwicklung des Geländes. Der Verein ist inzwischen mit dem privaten Erwerber der ursprünglichen Anlage im Gespräch, um das große Innengelände mit allen Gebäuden im Tausch bzw. käuflich zu erwerben.Das Häftlingstreffen bot auch Künstlern Möglichkeiten, die als politische Gefangene in den Zuchthäusern der DDR saßen. Es sollten Musikinstrumente oder eigene Bücher mitgebracht werden, nicht nur zum Verkauf, sondern auch um daraus vorzulesen. Des weiteren gab es an einem Imbissstand Getränke und Essen, und auch geistige Nahrung wurde von der Fachbuchhandlung 89 angeboten: jener Buchhandlung, die sonst Bücher zum Thema in der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen verkauft.
Die Teilnahme war wie immer kostenlos. Anreise auf eigene Kosten. Ein Danke der Geschäftsführung des Menschenrechtszentrums Cottbus für die kurzfristige Organisation dieser Veranstaltung.
Artikel Lausitzer Rundschau vom 2. April 2010: Entwicklungsperspektiven der Gebäude
Artikel Lausitzer Rundschau vom 3. April 2010: Häftlinge berichten traumatische Erlebnisse
Video des Teilnehmers M. Knobloch - Impressionen des ehemaligen Zuchthauses Cottbus
Veranstaltungen im Jahr 2009 um die ehemalige politische Haftanstalt Cottbus
Künstler in Gefangenschaft - Gefangene, die zu Künstlern wurdenEine Ausstellung von bildenden Künstlern, die einst als Politische im Gefängnis saßen.
6. November 2009 bis Januar 2010 im Evangelisches Zentrum Cottbus, Gertraudtenstr. 1
Der Liedermacher und Vorsitzende der Deutsch-Kaukasischen Gesellschaft, Eckehard Maaß, würzte das Ganze mit einer musikalischen Einlage. Verantwortlich für diesen anschaulichen Teil unseres Programms ist die Kunstwissenschaftlerin Anna Schädlich (jüngste Tochter des aus der DDR ausgebürgerten Schriftstellers Hans-Joachim Schädlich), die sich schon jetzt in die Vorbereitung hervorragend eingebracht hat. Lesung und Ausstellung kleinformatiger Grafiken des Malerpoeten Jürgen K. Hultenreich.
In der spätgotischen dreischiffigen Cottbusser Oberkirche aus Backstein referiert die Bundesbeauftragten der Stasi-Unterlagen (Marianne Birthler), danach Podiumsgespräch. Danach bitte ich alle Kameraden, Freunde und Gäste in die beiden uns zugewiesenen Kapellenanbauten neben dem Hauptschiff, wo auf der einen Seite Schauspielstudenten unter der Regie von Ines Geipel gestalten eine szenische Lesung zu ehemals verbotenen Autoren. Weitere, in Cottbus inhaftierte Autoren wie Gabriel Berger, Axel Reitel und Gerald K. Zschorsch, werden musikalisch begleitet von Heinz-Martin Benecke und Eckehard Maaß. Der Schrriftsteller Siegmar Faust liest aus der illegalen Knast-Zeitung „Armes Deutschland“, die auf der untersten Katakomben-Ebene des Zuchthauses Cottbus mehrere geheime Auflagen erlebte.
Weitere Autoren mit politischer Hafterfahrung, wie Siegfried Heinrichs, Wolfgang Hinkeldey, Ulrich Schacht, Michael Sallmann und der Liedermacher, Kabarettist und Schauspieler Heinz-Martin Benecke traten zur Eröffnung am 7.11.2009 auf.
Ehemalige politische Häftlinge waren zuvor vor dem Gebäude der ehemaligen Stasi-U-Haftanstalt, dem heutigen Landgericht Cottbus, bei der Enthüllung bei einer vom Amtsgerichtsdirektor Rupieper angeregten Gedenktafel zu Ehren der Opfer politischer Verfolgung bis 1990 dabei.
3. Cottbuser Häftlingstreffen-Treffen am 17.9.2009
120 Stasi-Opfer besuchten die DDR-Haftanstalt Cottbus -
Kranzniederlegung und Diskussion mit Politikern und Schülern ![]()
VIDEO-Bericht der Lausitzer Rundschau (4min)
VIDEO der ARD: Opfer-Täter-Gespräch im Potsdamer Landtag
Neues BLOG zum Zuchthaus Cottbus
Ein Erfahrungsbericht eines Häftlings von 1977 in Cottbus
Am Donnerstag, den 17.09.2009 besuchten etwa 60 ehemalige politische Häftlinge aus der Region Berlin-Brandenburg sowie mehrere Gymnasialklassen gemeinsam die frühere DDR-Haftanstalt Cottbus in der Bautzener Straße 139. Nach einem Rundgang und einer Kranzniederlegung am Gedenkstein der Haftanstalt fand dort eine Diskussionsrunde statt. Auf dem Podium:
- Staatssekretär Clemens Appel (SPD), Leiter der Staatskanzlei Brandenburg
- Mario Laurischk, Cottbuser CDU-Bundestagskandidat
- Dr. Martina Münch, Cottbuser SPD-Landtagsabgeordnete
- Siegmar Faust, ehemaliger politischer Häftling in CottbusDas Projekt im 20. Jahr des Mauerfalls wurde von der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) organisiert und vom Land Brandenburg finanziert.
Lausitzer Rundschau - Förderung der Gedenkstätte angemahnt (August 2009)
Lausitzer Rundschau - Schüler, Politiker und ehemalige Häftlinge (September 2009)
2. Cottbuser Häftlingstreffen-Treffen am 25. Juni 2009
Das Menschenrechtszentrums Cottbus e.V. lud ein zum erweiterten Mitgliedertreffen
am Donnerstag, 25. Juni 2009, 15:00 Uhr in 03050 Cottbus, Bautzener Straße 139
Ein viel größerer Versammlungsraum im Obergeschoss des Gebäudes stand diesmal zur Verfügung, so daß es nicht mehr so beengt war. DOKUMENTATION
Veranstaltungen im Jahr 2008 um die ehemalige politische Haftanstalt Cottbus
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Chronologie des Verkaufs des Gefängnisses Cottbus 2007/2008:
30. Januar 2008 : Weg für Menschenrechtszentrum im Gelände der StVE Cottbus frei
Grundstück an neuen Verein übertragen Lausitzer Rundschau | Der Cottbuser Oberbürgermeister dazu:„Die Nutzungsvereinbarung zwischen der Stadt Cottbus und dem Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. zur Entwicklung einer Gedenkstätte auf der Fläche der früheren Justizvollzugsanstalt wurde gestern unterzeichnet. Das ist nur scheinbar ein formaler Verwaltungsakt. Mit der Nutzungsvereinbarung bekennen sich die Stadt und ihre Bürger zu einem schwierigen Kapitel der jüngeren Geschichte. Cottbus überlässt dem Menschenrechtszentrum nicht nur Teile der ehemaligen Haftanstalt. Sie übernimmt auch Verantwortung für die Gestaltung der Stätte des Gedenkens. Das 1860 fertiggestellte Gefängnis war in seiner langen Geschichte zwei Mal ein Ort der Vollstreckung von Unrechtsurteilen, ein Ort der Rechtsbeugung, von Misshandlung und Willkür. Jetzt sind die Grundlagen für die Entstehung einer würdigen Gedenkstätte vorhanden. Ziel ist nicht nur ein Ort des Gedenkens an die Opfer zweier Diktaturen. Anliegen des Zentrums, der Stadt und der ehemaligen Häftlinge ist auch die Menschenrechtsarbeit für Verfolgte in gegenwärtigen Diktaturen.“ Der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski, 44. Stadtverordnetenversammlung am 30. Januar 2008
Gefängnis für 310.000 Euro an Uwe Harzdorf versteigert | Besucheranfragen nur noch über ihn: www.alte-jva.de
Presseveröffentlichungen Dezember 2007: Welt | MOZ |Auktionator hält Gefängniskäufer für seriös
Nach der Versteigerung des früheren Cottbuser Gefängnisses für politische Gefangene in der DDR hat Chefauktionator Mark Karhausen keinen Zweifel an der Seriosität des Käufers. Der private Investor, der am Samstag den Zuschlag für 310 000 Euro erhielt, «weiß, was er tut», sagte Karhausen am Sonntag der dpa. «Er hat ein paar Ideen, was er mit der Liegenschaft machen will, diese seien aber noch nicht ausgereift», habe ihm der gebürtige Cottbuser erklärt. Auch wolle sich der Käufer mit dem Verein absprechen, der auf einer nicht versteigerten Teilfläche eine Bildungsstätte zum DDR-Unrecht errichten will. (dpa, 09.12.2007)Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. gegründet
(LR/20cent, 12.11.2007) - Das neu gegründete Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. will sich in den kommenden Tagen an die Brandenburger Landesregierung, den Cottbuser Oberbürgermeister und die Stadtverordneten wenden. Der Verein sucht bei den Politikern Unterstützung für die Schaffung einer Bildungs- und Begegnungsstätte zur Erinnerung an das Schicksal politischer DDR-Häftlinge in Cottbus. Das kündigte der Vereinsvorsitzende und Brandenburger CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski an. 30 Menschen hatten das Menschenrechtszentrum am Mittwochabend gegründet. Zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden wurde Hugo Diederich (VOS) gewählt.
Der Verein will Teile oder das gesamte Gelände der ehemaligen Haftanstalt in der Bautzener Straße als Begegnungsstätte nutzen. Das Cottbuser Gefängnis war nach Bautzen die zweitgrößte DDR-Haftanstalt für politische Gefangene. Die Gebäude stehen seit Jahren leer und verfallen. Das Menschenrechtszentrum Cottbus will nun die Schicksale einzelner Inhaftierter sammeln.(dpa/bb) 31. Okt. 2007 - Das Land Brandenburg will die Aufarbeitung der DDR-Diktatur mehr als bisher ins Bewusstsein rücken. Deshalb werde das Kabinett in der nächsten Woche ein Konzept zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der DDR-Diktatur verabschieden, sagte Kulturministerin Johanna Wanke (CDU) der «Märkischen Oderzeitung». Wanka verteidigte den Beschluss, auch in Cottbus eine Erinnerungsstätte zu schaffen. Dort gebe es bei der Aufarbeitung im Gegensatz zu Potsdam oder Frankfurt (Oder) etwa Nachholbedarf. Auch das Zentrum für zeithistorische Forschung werde klare Akzente bei der Aufarbeitung der DDR-Diktatur setzen.
Bisher 1000 Unterschriften unter Cottbuser Erklärung zu SED-Diktatur
Cottbus (dpa/bb, 10.10.2007) - Rund 1000 Menschen haben bislang ihre Unterschrift unter die am Sonntag verabschiedete Cottbuser Erklärung für eine stärkere Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur gesetzt. Dazu gehört der gesamte Vorstand der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag einschließlich des Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder.
Auch aus der Landesregierung Brandenburgs habe es positive Resonanz gegeben, sagte einer der Organisatoren, der CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski, am Mittwoch laut einer Mitteilung. Er hatte als politischer Häftling im Cottbuser DDR-Gefängnis eingesessen. © Die WeltVeranstaltungen im Jahr 2006/2007 um die ehemalige politische Haftanstalt Cottbus
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Das
vergessene Gefängnis |
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(Bild links) Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke; MdL Dieter Dombrowski (CDU) und der ehem. politische Gefangene Siegmar Faust. Der Schriftsteller ist seit Mai 2008 ehrenamtlicher Geschäftsführer im Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. |
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Das am 31.10.2007
in Cottbus neu gegründete Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.
sucht bei Politikern Unterstützung für die Schaffung einer Bildungs-
und Begegnungsstätte zur Erinnerung an das Schicksal politischer DDR-Häftlinge
in Cottbus. Bilder
von der Mitgliederversammlung des MRZ Cottbus e.V. im März 2008 |
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Verkehrsverbindung:
Bahn bis Bahnhof Cottbus, Straßenbahn ins Stadtzentrum oder 15 min Fußweg bis hinter die Kreuzung - unter der Brücke rechts halten.
Gedenktafel hinter dem Amtsgericht Cottbus, an der Hofeinfahrt zum ehemaligen Zellentrakt
Von 1945 bis 1950 Gefängnis des NKWD, Am Amtsteich (am Spreeufer), fast im Stadtzentrum von CottbusGedenkstein der Gruppe ehem.polit. Häftlinge vor der ehemaligen Haftanstalt Cottbus an der Bautzener Straße,
am ersten Zaun vor dem Eingang zum Zuchthaus
Kurze Geschichte der Strafvollzugseinrichtung Cottbus in der DDR:
Von 1933 bis 1945 und danach wieder von 1945 bis 1989 waren hier stets politische Häftlinge untergebracht. Nach 1945 Wiederaufbau des sogenannten Zentralgefängnisses Cottbus für 600 Insassen durch die Justizverwaltung.Januar 1951: Übernahme der Haftanstalt Cottbus durch die Volkspolizei der DDR.Juni 1953: Wegen des Volksaufstandes mußten die Haftarbeitslager Preschen und Drewitz geräumt und die Häftlinge in die nahegelegene Haftanstalt Cottbus gebracht werden. Die Belegung wuchs deshalb sprunghaft auf rund 2.500 Personen an.
Diese drangvolle Enge und die Hoffnung auf politischen Wandel führten zu einer "aufrührerischen Stimmung". Etwas 300 Inhaftierte organisierten einen Hungerstreik, der erst nach zwei Tagen niedergeschlagen werden konnte. Die "Rädelsführer" wurden dann strafrechtlich zur Verantwortung gezogen.1961: Verlegung der Untersuchungshaftanstalt Cottbus in die Haftanstalt Cottbus, in der seinerzeit vorwiegend Häftlinge mit Freiheitsstrafen von unter drei Jahren einsaßen. In den späten sechziger und siebziger Jahren schwankte die Belegung der Haftanstalt zwischen 800 und 1.200 Insassen. Die Zahl der politischen Häftlinge unter ihnen wird auf ca. 600 geschätzt.Oktober 1978: Der politische Häftling Werner Greifendorf (wegen eines Antrages auf Ausreise aus der DDR inhaftiert) versuchte sich aus Verzweiflung im Hof der Haftanstalt selbst zu verbrennen. Im Krankenhaus erlag er später seinen schweren Brandverletzungen.In den achtziger Jahren wurden die Häftlinge fast ausnahmslos zur Zwangsarbeit eingesetzt und mußten in verschiedenen Betrieben Kunststoffteile schleifen, Polstermöbel herstellen oder Aluminiumteile für Pentacon - Spiegelreflexkameras für den Westexport entgraten und montieren. In Schichtarbeit wurden enorme Arbeitsnormen verlangt. Wer die nicht erfüllen konnte, kam in Einzelhaft in sogenannte "Tigerkäfige", in denen der Zugang zu Tür und Fenster durch innerhalb der Zellen eingezogene Gitter verhindert wurde.
Unter den Häftlingen befanden sich in den achtziger Jahren zahlreiche Ausreisewillige aus der DDR, von denen jährlich ca. 1200 durch "Freikauf" in die Bundesrepublik Deutschland gelangten.
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