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Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.

UNSERE SATZUNG Satzung Download



19. November 2011 : Neuwahl des UOKG-Vorstandes
Von links nach rechts: Michael M. Schulz (Beisitzer), RA Roland Lange (1. stellv. Vorsitzender), Anita Gossler (Beisitzerin), Rainer Wagner (Bundesvorsitzender), Rainer Schneider (Beisitzer),
Ernst-O. Schönemann (2. stv. Vorsitzender).
Katrin Behr trat zurück, der Zeithistoriker Richard Buchner wurde 2012 kooptiert.

November 2009 : Neuwahl des erweiterten Vorstandes Pressemitteilung

Die "Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V." (UOKG), der Dachverband von mehr als 30 Opferverbänden, Widerstands- und Aufarbeitungsinitiativen, hat am 28. November 2009 in Berlin einen neuen siebenköpfigen Vorstand gewählt. Die Amtszeit des neuen Vorstandes beginnt am 1. Januar 2010 und dauert zwei Jahre.

Wiedergewählt wurde als neuer Vorstandsvorsitzender der Theologe Rainer Wagner (ehemalige polit. Häftlinge in der ev. Kirche); neu gewählt als 1. und 2. Stellvertreter Ernst-Otto Schönemann (Interessengemeinschaft Zwangsausgesiedelte) und Theodor Mittrup (Geschäftsführung).

Als weitere Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Anita Goßler (Verein Frauen von Hoheneck); Lothar Scholz (Lagergemeinschaft GULag Workuta); der Schriftsteller Siegmar Faust (Menschenrechtszentrum Cottbus) und der Zeithistoriker Dr. Richard Buchner (Verein KGB-Gefängnis Potsdam; AG Lager Sachsenhausen 1945-1950).

Regionalbeauftragte:
(arbeiten in Abstimmung und im Auftrag des Bundesvorstandes)

Die aktuell 2012 gültigen Berufungen finden sie hier

 

 

Rainer Wagner UOKG

Der neue Vorstand Nov. 2009


uokg-Vorstand 2009


März 2008: Neuwahl des stellvertretenden Vorsitzenden

Lothar Scholz (Lagergemeinschaft Workuta) wurde nach dem Rücktritt von Helmut Ebel (Zwangsausgesiedelte) von der Mitgliederversammlung zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Helmut Ebel wird die UOKG weiterhin in der Region Norddeutschland bis August 2009 vertreten.

Juli 2007: Neuwahl des Bundesvorstandes

Die "Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V." (UOKG), der Dachverband von 33 Opferverbänden, Widerstands- und Aufarbeitungsinitiativen, hat am 7. Juli 2007 in Berlin einen neuen Vorstand gewählt.

Der neugewählte Vorsitzende Rainer Wagner erklärte, dass die UOKG unter seiner Leitung weiter für eine Würdigung und gerechte Entschädigung der SBZ/DDR-Opfer arbeiten wird. Hierbei geht es besonders um eine leichtere Anerkennung haftbedingter Gesundheitsschäden und die Einbeziehung der nicht im 3. SED-Unrechtsbereinigungs-gesetz berücksichtigten Opfergruppen.

Auch wird sich die UOKG einer sich immer mehr ausbreitenden Relativierung des kommunistischen Unrechts und einer damit verbundenen Verfälschung der Nachkriegs- und SBZ/DDR-Geschichte durch Bildungs-und Gedenkarbeit widersetzen.

Die UOKG tritt weiter mit aller Entschiedenheit gegen linken und rechten Extremismus sowie Antisemitismus ein. Eine irgendwie geartete Zusammenarbeit mit derartigen Personen und Organisationen ist, auch wenn sie wie rechtsextreme Parteien auf Landesebene oder wie die Nachfolgepartei der SED "DIE LINKE" auf Bundesebene parlamentarisch vertreten sind, für den Dachverband unakzeptabel.

Aktiv wird eine enge Zusammenarbeit mit allen demokratischen Kräften, und hier besonders mit den Opfern der nationalsozialistischen Herrschaft, angestrebt.

Mit stehenden Ovationen und einem Blumenstrauß von Dr. Rita Lüdtke von der Arbeitsgemeinschaft Fünfeichen wurde der bisherige Vorsitzende Horst Schüler verabschiedet und zum weiteren Ehrenvorsitzenden gewählt.

Weiterhin gehören dem neuen Vorstand an: Dr. Klaus Zöllig (Doping-Opfer-Hilfe e.V.) und Dipl.-Ing. Helmut Ebel (Vorsitzender der IG Zwangsausgesiedelter M/V) als erster und zweiter Stellvertreter des Vorsitzenden, sowie als Beisitzer im Vorstand der Schriftsteller Siegmar Faust und der Zeithistoriker Dr. Richard Buchner.

 

vorstand 2007

Perspektiven für die Zukunft : Rainer Wagner

Haftgeschichte R. Wagner

UOKG - Quo vadis?
ARTIKEL IM STACHEDRAHT

 



Februar 2006: Neuer Vorstand der UOKG gewählt

Horst Schüler ist erneut zum Vorsitzenden der UOKG gewählt worden. Bei den Vorstandswahlen in Berlin erhielt er die Stimmen aller Mitgliedsverbände.
Weiter gehören dem neuen Vorstand an: Als Stellvertreter des Vorsitzenden Lothar Scholz (Lagergemeinschaft Workuta / GULag Sowjetunion) und Rainer Wagner (AG ehemaliger politischer Häftlinge in der Evangelischen Kirche) sowie Angelika Barbe und Siegmar Faust (Verband politisch Verfolgter des Kommunismus e. V.) .

  vorstand 2006

Zum ersten Mal wählte die UOKG eine aus drei Mitgliedern bestehende Schiedskommission. Beschlossen wurde, in der nächsten Mitgliederversammlung einen Ehrenkodex zu verabschieden. In seinem Rechenschaftsbericht über die vergangene Legislaturperiode appellierte Horst Schüler an die Mitglieder, fair miteinander umzugehen und evtl. Streitfragen nicht öffentlich auszutragen. Vielmehr sollten wir daran denken, was uns verbindet, nämlich Opfer eines verbrecherischen Systems geworden zu sein. Wörtlich sagte Schüler:

„Wir haben alle gegen eine verbrecherische und menschenverachtende Herrschaft gekämpft.
Lasst uns stolz darauf sein! Lasst uns mit Hader und Streit unter uns nicht zum Gespött unserer Gegner werden!“


Februar 2004: Neuer Vorstand der UOKG gewählt

(ST) Die Mitgliederversammlung der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) am 28./29. Februar in Berlin begann mit dem Bericht des Vorsitzenden Horst Schüler. Rückblickend auf die zweijährige Legislaturperiode stellte er fest, daß sich der Dachverband mit zunächst 15 Mitgliedsorganisationen inzwischen fast verdoppelt habe. Diese Verbreiterung der Basis sei eines der vorrangigen Ziele gewesen. Der Vorstand habe mit der Teilnahme an zahlreichen Veranstaltungen der einzelnen Verbände kontinuierlich den „Kontakt nach innen" ausgebaut. Seine Vertretung „nach außen" bestand u.a. in vielen Gesprächen mit Parteivertretern, der Teilnahme an LStU-Kongressen und offiziellen Veranstaltungen. Gesprächen mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, in Kontakten zur Stiftung Aufarbeitung, der entscheidenden Mitgestaltung des 17. Juni 2003. Vorträgen und Presseerklärungen. Mit zahlreichen. wiederholten Gesprächen und politischen Aktivitäten habe sich die UOKG besonders um das Thema Opferrente bemüht.

Horst Schüler dankte dem inzwischen aus dem Vorstand ausgeschiedenen Alexander Bauersfeld und bezeichnete die gegen jenen erhobenen Vorwürfe ausdrücklich als ungerecht. Er wies auch deutlich darauf hin, daß nicht zuletzt durch die steigende Zahl der UOKG-Mitglieder ein kameradschaftlicher und fairer Umgang miteinander wichtig sei. Der Satzung entsprechend wählte die Mitgliederversammlung einen neuen ehrenamtlichen Vorstand: H. Schüler, A. Barbe, R. Wagner, R. Braukmann, H. Strunz. Alter und neuer Vorsitzender ist Horst Schüler, stellvertretende Vorsitzende sind A. Barbe und H. Strunz. Darüber hinaus wurden Günther Kowalczyk und Roland Bude zu Kassenprüfern bestimmt.

Horst Schüler erneuerte nach der Wahl sein Versprechen, sich gegen jede Form von Extremismus, egal ob linken, rechten oder religiösen, vehement einzusetzen. Schon fast traditionell, wurde auch auf dieser Sitzung ein weiteres Mitglied aufgenommen: das Bürgerkomitee Sachsen-Anhalt. Ebenfalls erstmals anwesend (wegen Parteinähe aber nicht stimmberechtigt, sondern assoziiert) waren Vertreter der Arbeitskreise ehemaliger politischer Häftlinge der SBZ/DDR in der CDU/CSU bzw. in der SPD.


September 2003: Veränderungen im Vorstand der UOKG

Alexander Bauersfeld legte sein Mandat im Vorstand des Dachverbandes im Juni 2003 nieder, nachdem er es seit März 2003 ruhen ließ. Aufgrund vollständiger, von ihm selbst sowie vom BStU zur Verfügung gestellten Unterlagen, wird gegenwärtig eine Einschätzung seiner Rolle in der Opposition zur DDR-Zeit durch ein Mitglied des Unabhängigen Historikerverbandes (und ehemaligen Cottbus-Häftlings) erarbeitet. Monate vor und während seiner Haftzeit wurde Alexander Bauersfeld im OV "Appell" erfaßt, der ihn als "Gegner der DDR" dokumentiert. Aktenauszüge wurden von ihm selbst im Archiv Bürgerbewegung zum Nachlesen zur Verfügung gestellt.
Gründe waren bisher, wie er in einem Brief an die übrigen Mitglieder des Vorstands schrieb, „bösartige Unterstellungen“. Die Vorwürfe gegen Bauersfeld wurden vor allem im Internet erhoben, auch auf der Gästeseite der UOKG.

In diesem Zusammenhang erklärte Horst Schüler, Vorsitzender der UOKG:
„Seit längerem bestürzt und empört mich die Form, in der ehemalige politische Häftlinge und Opfer des Kommunismus sich untereinander befehden. Beispiele dafür gibt es gerade in den letzten Monaten überreichlich. Da wird dann auch nicht etwa der Vorstand einer Organisation davon unterrichtet, dass diese oder jene Vorwürfe gegen jemanden erhoben werden, der in seinen Zuständigkeitsbereich fällt, verbunden mit der Aufforderung, diese Vorwürfe auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. Vielmehr wird frank und frei auf dem jedermann zugänglichen Internet-Markt zu Felde gezogen, oft nur mit Vermutungen und Verdächtigungen. Und das alles dann auch noch in einem Stil, der, gelinde gesagt, den eigentlich selbstverständlichen Anstand im Umgang miteinander missachtet.
Der wichtigste Grundsatz eines Rechtsstaates gilt auch und ganz besonders für uns, nämlich: Eine Schuld muss bewiesen werden. So lange dies nicht erfolgt ist, gilt für jeden die Unschuldsvermutung.“

Die Stasiakten zu A. Bauersfeld sind nachlesbar im Archiv Bürgerbewegung (Leipzig). Er hat sie selbst zur Verfügung gestellt.


November 2001: UOKG wählte neuen Vorstand

Nachdem im November 2001 drei Mitglieder des fünfköpfigen Vorstandes zurückgetreten waren - unter ihnen auch der langjährige Vorsitzende Gerhard Finn - wählte eine außerordentliche Mitgliederversammlung in Berlin am 12. -13. Januar 2002 eine neue Führung.

An der Spitze des mit überwältigender Mehrheit gewählten Vorstands steht jetzt der Hamburger Journalist und Autor Horst Schüler, seit vielen Jahren bereits Sprecher der Lagergemeinschaft Workuta/GULag Sowjetunion. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden gewählt:

  l Die Bürgerrechtlerin Angelika Barbe,
l Reinhold Rösner, Vorsitzender der Initiativgruppe Ketschendorf e.V.,
l Harald Strunz, Bund der Stalinistisch Verfolgten e.V., Landesverband Berlin-Brandenburg
l A. Bauersfeld, Vorsitzender der AG Politische Häftlinge in der ev. Kirche.
 

Horst Schüler erklärte sofort nach seiner Wahl, daß der Kampf gegen jede Form von politischem Extremismus, gleich, ob er von rechter oder linker Seite kommt, wie schon in der Vergangenheit so auch in Zukunft im Zentrum der politischen Arbeit der UOKG stehen werde. Die Vertreter der Mitgliedsverbände schlossen sich dieser Erklärung an.

Der neue Vorsitzende dankte Gerhard Finn und dem ebenfalls aus der Vorstandsarbeit ausgeschiedenen Rechtsanwalt Günther Rudolph für ihre verdienstvolle Tätigkeit. Auf Vorschlag Alexander Bauersfelds wählte die Versammlung einstimmig Gerhard Finn, UOKG-Vorsitzender seit 1995, zum Ehrenvorsitzenden.
Diese außerordentliche Versammlung zeichnete sich durch große Sachlichkeit aus. Alle Beiträge ließen das Bestreben der Mitgliedsverbände nach Geschlossenheit und guter Zusammenarbeit erkennen.

Horst Schüler erklärte es zu einer seiner wichtigsten Aufgaben als neuer Vorsitzender, andere Opferverbände für die Mitarbeit in der UOKG zu gewinnen. Darin geht es um die wichtigste Frage aller Opferverbände des Kommunismus: Wie kann ihre Existenz nicht nur über die nächsten Jahre gesichert werden, sondern auch für eine längere Zukunft? Ein entsprechendes Thesenpapier wurde Grundlage und Schwerpunktthema der Mitgliederversammlung am 20. - 21. April 2002 in Berlin.

Kurzvorstellung von Horst Schüler:
Der neue UOKG-Vorstandsvorsitzende wurde in Potsdam, Lindenstraße, von einem Sowjetischen Militärtribunal zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und anschließend in die Strafregion Workuta verschleppt. Dort gehörte er im Sommer 1953 zu den Teilnehmern eines Häftlingsaufstandes, der in seinem Lager (29. Schacht) niedergeschlagen wurde und in einem Blutbad endete.

Nach seiner Heimkehr 1955 arbeitete er als Journalist in Kassel, Eschwege und von 1964 bis 1989 als Redakteur beim HAMBURGER ABENDBLATT. Für hervorragende journalistische Leistungen wurde er mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet.

Schüler war 1992 der erste deutsche Journalist, der die damals noch geschlossene Stadt und Region Workuta besuchen durfte. Anschließend erschien sein Buch ..Workuta - Erinnerung ohne Angst". Er organisierte die Ausstellung "Workuta - vergessene Opfer".
Er ist seit 1995 Sprecher der Lagergemeinschaft Workuta/GULag-Sowjetunion.
1997 wurde er von Bundespräsident Roman Herzog mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. 2003 erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

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